Girokonten im Test

Wer für sein Girokonto mehr als 60 Euro im Jahr zahlt, sollte jetzt genau aufpassen. Die Stiftung Warentest hat verschiedene Banken unter die Lupe genommen und sagt: Manche Gebühren sind nicht okay.

Etliche Banken in Deutschland verlangen nach Ansicht der Stiftung Warentest teils absurde Gebühren für die Kontoführung. Beim Girokonto würden die Preise mit viel Kreativität erhöht, erklärte die Verbraucherschutzorganisation.

Extra-Gebühren statt Strafzinsen

Da Strafzinsen bei Privatkunden schwer durchsetzbar seien, werde dort kassiert, wo es leicht gehe. So bemängelt Warentest zum Beispiel, dass Kunden beim Geldabheben zahlen müssen, wenn die Bank geschlossen hat. Außerdem müssten viele zahlen, wenn sie eine Überweisung am Schalter abgeben, statt sie selbst online zu machen. Und auch bei der Bankkarte, die sowohl für das Bezahlen beim Einkaufen als auch für das Geldabheben am Automaten gebraucht wird, gebe es unterschiedliche Regeln. Manche Banken würden sich die Karte mit bis zu 15 Euro im Jahr teuer bezahlen lassen.

Nur 23 der 231 Girokontomodelle, die die Stiftung Warentest untersucht hat, waren gratis und ohne Wenn und Aber zu haben. Das heißt, alle Online-Buchungen sind kostenlos und man muss keine Bedingungen erfüllen. Es muss aber jeden Monat ein Gehalt oder eine Rente auf das Konto eingehen.

Wer sollte wechseln?

Die Stiftung Warentest empfiehlt, wer jährlich inklusive der Kosten für die Kreditkarte mehr als 60 Euro zahle, solle sich ein neues Konto suchen. Was man an Kontoführungsgebühr monatlich zahlt, steht auf dem Kontoauszug bei der vierteljährlichen Abrechnung. Oft muss man nicht einmal die Bank wechseln, sondern nur das Kontoangebot, um günstiger wegzukommen. Die Banken müssen ihre Kunden nach einem Gesetz von 2016 bei einem Wechsel unterstützen.

Vor dem Wechsel sollte man sich aber klar machen, was man von einer Bank erwartet. Persönliche Beratung bekommt man zum Beispiel bei Banken mit Filialen vor Ort, Direktbanken sind dafür meist rund um die Uhr erreichbar. Vor allem sollte man prüfen, wo man überall Geld abheben kann. Nur wegen einer Prämie sollte man die Bank eher nicht wechseln, rät die Stiftung Warentest – nur, wenn man sowieso unzufrieden mit der Bank ist.

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