Kaffeetrinker leben womöglich länger

Warum erfahren wir das erst jetzt? Kaffeetrinken ist vermutlich weniger schädlich, als gedacht. Es könnte sogar recht gesund sein.

„Trink nicht so viel Kaffee“ – diesen Satz hören viele Menschen öfter. Wer dazu gehört, erhält hier mal ein mächtiges Gegenargument: Kaffeetrinker profitieren womöglich sogar von ihrer Vorliebe. Diese Schlussfolgerung zieht ein internationales Forscherteam, nachdem es über eineinhalb Jahrzehnte Sterbedaten von mehr als einer halben Million Menschen miteinander verglichen hat. Ihre Forschungsergebnisse stehen seit dem 11. Juli in den „Annals of Internal Medicine“.

Das Wichtigste in Kürze: Gerade Männern tut der „Türkentrank“, wie es politisch unkorrekt in dem alten deutschen Kanon heißt, offenbar besonders gut: So war laut der Studie die Wahrscheinlichkeit, dass die untersuchten Männer mit sehr hohem Kaffeekonsum innerhalb des Beobachtungszeitraums starben, um zwölf Prozent geringer als bei Kaffee-Abstinenzlern.
Drei Tassen sind OK, sagen die Wissenschaftler

Bei Frauen waren es immerhin noch sieben Prozent. „Hoher Kaffeekonsum“ bedeutet: 580 Milliliter am Tag – das sind etwa viereinhalb Tassen.

Um die gesundheitlichen Effekte von Kaffee isolierter betrachten zu können, rechneten die Forscher viele andere Einflüsse heraus, beispielsweise Ernährung und Rauchen.

Heißt das, wir dürfen jetzt richtig reinhauen? Am besten gleich mit Eimer und Strohhälmchen? Hauptautor Marc Gunter dämpft die Euphorie ein wenig: „Aufgrund der Grenzen beobachtender Forschung sind wir nicht an einem Punkt, eine Empfehlung für mehr oder weniger Kaffeekonsum auszusprechen.“

Dennoch legten die Ergebnisse nahe, dass moderater Kaffeegenuss von etwa drei Tassen am Tag nicht schädlich für die Gesundheit sei, sondern dass Kaffee sogar gesundheitliche Vorteile haben könnte.

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