Kanzlersimulator: Wie würdest du regieren?

„Danke, Merkel!“ fluchen ist was für Weicheier. In diesem Spiel müsst ihr selbst regieren – mit allen Kniffen und Tücken, die das Amt so mit sich bringt.

„Beziehe Position!“ Am Anfang kann man seine Wahlversprechen mit Parteien und dem Wähler abgleichen.

„House of Cards“ für Einsteiger

Die Bundestagswahl ist gelaufen. Ihr habt euch positioniert – mit eigenem Wahlplakat, einer Partei und euren Wahlversprechen. Es ist an der Zeit eine Koalition zu bilden und die Ministerien zu besetzen.

Gar nicht so einfach, denn schon hier zeigt sich, wie unterschiedlich die Meinungen bereits in der eigenen Partei sein können. Wenn man jetzt noch zwei Koalitionspartner zum Regieren braucht, muss man sehr genau darauf achten, an wen welche Ministerposten verteilt werden. Fertig? Dann habt ihr jetzt eine ganze Legislatur vor euch – mal sehen, wann sich die Mundwinkel absenken.

Im Spiel kann man sich seinen Kanzler-Avatar individuell zusammenstellen. Natürlich gibt es auch eine Kanzlerin.

Virtuelles Regieren, echte Parteien

Die Spielemacher haben die großen Parteien, die bei der Bundestagswahl antreten, befragt und ihre Positionen in das Spiel eingebaut. Wenn man seine Wahlversprechen in dem Spiel abgegeben hat, muss man sich für eine entscheiden: Christ-, Sozial-, Grün-, Links-, Freidemokraten oder Nationale Alternative.

An den Namen merkt man bereits, dass das Spiel zwar an die Realität angelehnt ist, sie aber nicht eins zu eins abbilden will. Es geht ums Prinzip: Wie wird Politik eigentlich gemacht?

Beziehungsstatus: „Es ist kompliziert.“

Das Ziel klingt zunächst simpel: Aus den einst gegebenen Wahlversprechen wirksame Gesetze machen. Doch dafür müssen die Versprechen in der Koalition auch mehrheitsfähig sein. Hier gilt manchmal die alte Binsenweisheit: „Viele Köche verderben den Brei.“ Oder anders gesagt: „Viele Politiker beeinflussen die Gesetze.“ So wird spielerisch klar, dass Wahlversprechen mit den späteren Rahmenbedingungen nicht immer übereinstimmen, also gelegentlich nicht gehalten werden können. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe, die eben auch auf der Vielseitigkeit einer Demokratie beruhen.

Nach wahlweise 15, 30, 40 oder 90 Minuten ist eure Legislaturperiode schon vorbei. Dann wird Bilanz gezogen und vielleicht werdet ihr als amtierende Kanzlerin oder amtierender Kanzler sogar wiedergewählt.

So kompliziert ist der Kanzlersimulator. Deine Entscheidungen bestimmen die „politische Wetterlage“.

Schulklassen voller Amtsinhaber

Unter der Projektleitung des SWR ist das Spiel für „Planet Schule“ entstanden und kann auch im Schulunterricht eingesetzt werden. Den Simulator gibt es seit 2009 und er wird zu jeder Bundestagswahl aktualisiert. Der „Kanzlersimulator“ wurde für den Grimme-Online-Award 2014 nominiert.

Hier geht’s zum Kanzlersimulator.

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