Kritik an Twitter: Hassbotschaften in die reale Welt gesprüht

Der israelisch-deutsche Künstler Shahak Shapira hat in Hamburg Hassbotschaften vor das Büro von Twitter gesprüht. Er protestiert damit gegen die Löschpolitik des US-Konzerns.

Auf YouTube veröffentlichte der Künstler ein Video, in dem er die Aktion erklärt. Er sagt darin unter anderem: „Wenn Twitter mich zwingt, diese Dinge zu sehen, dann müssen sie es auch zu sehen bekommen.“

Beleidigungen, Hass, Gewaltandrohung

Die aufgeprühten Hassbotschaften enthalten rassistische und antisemitsche Beleidigungen wie „Judenschwein“. Auch Aufforderungen den Leser der Botschaften zu „hängen“ oder zu „vergasen“ sind dabei.

Kritik an Löschpraxis

Nach Angaben von Shapira handelt es sich um eine Auswahl von 300 Hasskommentaren, die er dem Konzern im vergangenen Monat gemeldet hatte. Diese Tweets seien aber entweder ignoriert, als zulässig eingestuft oder ohne eine Benachrichtigung an Shapira gelöscht worden. Twitter sichert seinen Nutzern zu, auf die gemeldeten Tweets zu reagieren.

Laut Shapira sollen in den gemeldeten Tweets auch „absolut ernst gemeinte Gewaltandrohungen“ stehen. Twitter lasse seine Nutzer mit dem Hass allein, so Shapira.

Lob für Facebook

Anders bei Facebook: Dort seien 80 Prozent seiner gemeldeten Posts innerhalb von drei Tagen gelöscht worden, lobt Shapira.

Zuspruch aus dem Netz

Mit seiner Aktion bekam Shapira viel Zuspruch bei Twitter. Das Unternehmen selber äußerte sich bisher nicht.

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