Mutiger Lasterfahrer wird über Nacht zum Helden

Er hat einen brennenden Tanklastwagen aus einem Schrobenhausener Wohngebiet gefahren und damit möglicherweise eine Katastrophe verhindert. So ist ein Lasterfahrer zum stillen Helden geworden.

Dieser Mann hat Nerven aus Stahl. Ein Lasterfahrer hat 35.000 Liter Treibstoff transportiert, als der Auflieger hinter ihm plötzlich Feuer fängt. Der Fahrer versucht zu löschen – als das schief geht, beweist er jede Menge Mut und fährt das brennende Gefährt aus einem Wohngebiet auf eine Straße am Stadtrand. Dafür hat die Polizei in Ingolstadt den Mann heute gelobt.

Lob von der Polizei

Passiert ist das alles gestern im bayerischen Schrobenhausen zwischen Augsburg und Ingolstadt. „Der Mann hat durchaus Mut bewiesen“, sagt Polizeisprecher Andreas Aichele. Aber nicht ohne Folgen: „Durch das Gebiet zog sich eine Gummi- und Aluminiumspur“, sagt Aichele. Der brennende Reifen ist geplatzt, der Laster auf den letzten Metern auf der Felge unterwegs gewesen. Wie hoch der Schaden ist, kann man noch nicht sagen.

Per Notruf in Sicherheit gebracht

Aber wie ist das eigentlich passiert? Der Lastzug aus der Gegend von Memmingen ist am Montag mit 25.000 Litern Diesel und 10.000 Litern Benzin befüllt worden. In Schrobenhausen hat ein Rad an der Hinterachse plötzlich Feuer gefangen – Ursache unklar. Das hat der Fahrer mitbekommen und wollte den Brand mit dem Bordfeuerlöscher ersticken. Weil das aber nicht geklappt hat, ist ihm nur der Notruf geblieben. „Ich sitze in einem Tanklastzug, der brennt“, hat der Fahrer den Polizisten erzählt. Die haben ihn dann per Handy an den unbewohnten Stadtrand gelotst. Dort hat die Feuerwehr den Aufleger gekühlt und das Feuer schließlich gelöscht.

Lasterfahrer möchte kein Held sein

Und wie sieht das der Lasterfahrer? Der möchte dazu gar nichts sagen.

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