Rostock: Hanse Sail muss Feuerwerk absagen

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Wasser- und Schifffahrtsamt verweigert Genehmigung für das Spektakel in Warnemünde.

Das bunte Feuerwerk versetzt Hanseaten und Besucher ins Staunen.

Nach den Port Partys trifft es jetzt die Hanse Sail: Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Stralsund will das Abfeuern des traditionellen Feuerwerks am Sonnabend von der Warnemünder Ostmole aus nicht genehmigen. Das bestätigt Amtsleiter Holger Brydda und macht dafür Sicherheitsbedenken verantwortlich. „Die Ostmole ist einfach zu nah am Fahrwasser“, erklärt er. Dort würden sich auf engstem Raum zahlreiche Schiffe, darunter auch viele aus Holz, mit Tausenden Gästen an Bord tummeln – „und für die ist Asche- und Funkenflug schlecht“, so Brydda.

Feuerwerk oder Schifffahrt

Nach dem Unfall zwischen der Fähre „Finnsky“ und dem Eisbrecher „Stettin“ bei der zurückliegenden Sail „haben wir zusammen mit der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung alles auf den Prüfstand gestellt“, sagt Brydda. Ergebnis sei eine neue Sicherheitsphilosophie. „Wir wollen nicht die Spaßverderber sein“, so der Amtsleiter. Aber die Wahl habe gelautet: entweder Feuerwerk oder Schifffahrt – und sein Amt gebe naturgemäß der Schifffahrt den Vorzug. Das Feuerwerk im Stadthafen ist davon nicht betroffen. Dort soll die Show am Abendhimmel wie geplant die Massen in ihren Bann ziehen. „Der Stadthafen ist ausreichend weit weg von der Schifffahrt.“ Für Warnemünde empfiehlt Brydda als Alternative einen Ponton als Abschussbasis. „So war es auch am Anfang“, sagt er. Die Veranstalter des maritimen Großfestes seien rechtzeitig informiert worden.

Absage kam überraschend

Sail-Chef Holger Bellgardt wurde die sich abzeichnende Entscheidung nach eigener Aussage am Montag mündlich mitgeteilt. Daraufhin „haben wir – Stand jetzt – das Feuerwerk abgesagt“, so Bellgardt. Dazu gebe es keine Alternative. Er kritisiert aber zugleich: „Aus unserer Sicht ist nicht nachvollziehbar, wenn das Feuerwerk nicht genehmigt werden kann.“ Denn wie bei den Port Partys zur Verabschiedung der großen Kreuzfahrtschiffe habe der Start der Raketen seit 2001 immer problemlos vom Standort an der Ostmole aus funktioniert. „Das ist ein erprobter und aus unserer Sicht sicherer Abschussort, der wohlüberlegt gewählt wurde“, sagt der Sail-Chef. Daher kam die Absage aus Stralsund für ihn auch überraschend.

Schriftliche Begründung steht noch aus

Die schriftliche Begründung liege dem Organisationsbüro der Hanse Sail derzeit noch nicht vor. Es sei somit unklar, ob die konkreten Bedenken des WSA noch rechtzeitig behoben werden könnten. Fakt sei aber, dass es sich bei dem bisher genutzten Abschussort an der Ostmole um eine Liegenschaft des Bundes handele, für die das WSA zuständig sei. Ohne Zustimmung des Amts sei der Start des Feuerwerks von dort aus unmöglich. Sollte dies deswegen ausfallen, wäre „das sehr, sehr schade und sehr bedauerlich“, sagt Bellgardt.

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