Telefonwerbung: Wie Verbraucher sich wehren können

In der ersten Hälfte von 2017 haben sich schon fast so viele Menschen über unerlaubte Telefonwerbung beschwert wie im gesamten Vorjahr. Doch wie kann man sich gegen solche Anrufe wehren?

Bei der Bundesnetzagentur kann sich jeder beschweren, der unerwünschte Werbeanrufe erhält. Im ersten Halbjahr 2017 gab es bereits 26.080 solcher Beschwerden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es nur rund 3.000 mehr, berichtet die Zeitung Rheinische Post.

Wie wehrt man sich gegen solche Anrufe?

Die Bundesnetzagentur braucht möglichst detaillierte Angaben zu dem Werbeanruf: die eigenen persönlichen Daten, Datum und Zeit des Anrufs, wenn möglich die Telefonnummer, das anrufende Unternehmen, das beworbene Produkt, den Gesprächsverlauf – und natürlich die Information, ob man vielleicht in der Vergangenheit mal eine Einwilligung zu solchen Anrufen erteilt und sie womöglich widerrufen hat.

Wer plant, sich über einen Werbeanruf zu beschweren, sollte daher gut zuhören und sich vielleicht Notizen machen.

Und während des Telefonats?

Fiethe Wulff, Sprecher der Bundesnetzagentur, rät einfach aufzulegen – natürlich nachdem man sich alle nötigen Informationen für die Beschwerde notiert hat.

Wo kann ich mich beschweren?

Das geht online hier. Dort gibt es auch die Angaben, wie man sich auf dem Postweg beschweren kann.

Was tut die Bundesnetzagentur dann?

Die Behörde verhängt Bußgelder von bis zu 300.000 Euro für die Anrufer. Denn das Verbot dieser Art der Werbung ist gesetzlich geregelt, ein Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit.

Wann ist Telefonwerbung verboten?

Als Telefonwerbung gelten Anrufe, die das Ziel haben, eine Ware oder Dienstleistung zu verkaufen – zum Beispiel Verträge für einen neuen Stromtarif. Laut Bundesnetzagentur werden die Angerufenen während solcher Gespräche oft zu Vertragsabschlüssen gedrängt.

Nicht erlaubt sind sogenannte „Cold Calls“. Das heißt: Der oder die Angerufene hat vor dem Anruf nicht das ausdrückliche Einverständnis gegeben, solche Anrufe zu erhalten. Eine Einwilligung zu Beginn des Telefonats reicht dafür nicht.

Außerdem dürfen Telefonwerber ihre Rufnummer nicht unterdrücken.

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