Zu anzüglich: Malaysia verbietet „Despacito“

„Despacito“ gehört jetzt schon zu den erfolgreichsten Songs aller Zeiten – und für viele auch zu den nervigsten. Malaysia hat das Lied jetzt verboten. Was dahinter steckt.

Immer langsam,
ich will sachte an deinem Hals atmen.
Lass mich dir Sachen ins Ohr flüstern,
damit du dich daran erinnerst, wenn du nicht bei mir bist.

Textzeilen wie diese passen den Behörden im muslimisch geprägten Malaysia gar nicht. Sie gehören zum Song „Despacito“ von Luis Fonsi und Daddy Yankee. Zugegeben, der Text ist anzüglich. Und genau deshalb hat Malaysia Radio- und Fernsehsendern verboten, „Despacito“ zu spielen. Ausgenommen sind YouTube und private Sender – die sollen den Text dann aber freiwillig zensieren.

„Unterhaltung soll nicht verderben“

Es habe sich jemand über den Text beschwert, sagt der malaysische Medienminister. Wer dahinter steckt, ist nicht klar. Allerdings hat sich die islamische Partei Amanah schon vor einiger Zeit beklagt, wie schlimm das Lied ist: „Wir respektieren das Recht, unterhalten zu werden, aber es sollte klarere Richtlinien geben, damit die Unterhaltung Menschen nicht verdirbt, sondern sie besser macht“, hat einer der Funktionäre der Zeitung The Star gesagt.

„Despacito“ auch so erfolgreich

Für die Künstler ist das wohl verschmerzbar. „Despacito“ ist auch so der am häufigsten gestreamte Song aller Zeiten. Er wurde, alle Streaming-Plattformen zusammengenommen, fast fünf Milliarden Mal angehört und steht auch bei YouTube ziemlich an der Spitze.

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